Philip Kindred Dick

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Hat jemand die Werke von Philllip K. Dick gelesen ?

Er ist der Autor von Minority Report, Do Andriods dream of Electric Sheep (Blade Runner), .....

>>By LestatdeLioncourt   (Tuesday, 6 Jul 2004 14:31)



Ich habe viele seiner Bücher gelesen;
Valis (dt.: Valis Trilogie),
The Divine Invasion (ebenfalls i.d. Valis-Trilogie),
The Transmigration of Timothy Archer (ebenfalls i.d. Valis-Trilogie),
Minority Report (ist eine Kurzgeschichte im gleichnamigen Band),
Martian Time Slip (dt.: Marsianischer Zeitsturz),
Die Clans des Alpha Mondes (engl.: Clans of the Alphane Moon) ,
Ubik (dt.: Ubik),
The man in the high Castle (dt.: Das Orakel vom Berge),
A scanner Darkly (dt.: Der dunkle Schirm - im Kino März 2006, verfilmt von Richard Linklater ["Waking Life", dringende Empfehlung!]),
Zeit aus den Fugen (engl.: ??),
The Simulacra (dt.: ),
Paycheck - Die Abrechnung (Verfilmung nach Kurzgeschichte, Band im deutschen gleichnamig),
Die rebellischen Roboter (engl.: We Can Build You) ...

Ich denke das war's. Eingestiegen bin ich mit "VALIS" (Voluminöses aktives lebendes Intelligenz System), eine sehr autobiographischen Roman. Ich war damals so beeindruckt, dass ich das 924 Seiten starke Buch innerhalb einer einzigen Nacht durchlas. Ich vergas sogar zu rauchen. Seitdem habe ich es noch ungefähr 3 Mal gelesen.
"Ubik", "Marsianischer Zeitsturz" und "Die rebellischen Roboter" sind auch dringende Empfehlungen.

PKDs Motiv ist die Suche nach einer Realität die ihm selbst abhanden gekommen ist. Auf www.philipkdick.de schreibt der webmaster in etwa: "Oft stellt es sich dem Leser so dar, als schriebe PKD an einem einzigen, großen Roman, den er nur aus praktischen Gründen auf viele kleinere verteilt."
Da kann ich mich ganz gut anschliessen, ich würde nur bemerken, das sein Frühwerk, wie wahrscheinlich er selbst, lang nicht so ausgereift psychotisch ist, wie sein Spätwerk, grad diese Psychose - ein unzutreffendes Wort, besser wäre "Magna-Mater Schizophrenie", welche er selbst einmal einem seiner Romanhelden angedichtet hat (Louis Rosen in "Die rebellischen Roboter") - macht aber einen erheblichen Teil des Reizes seiner Bücher aus.
Was ist Realität? Wo ist Realität? Sind das berechtigte Fragen? Traum oder wach? Lebendig oder tot? Wer bin ich? All das sind Fragen die Philip Kindred Dick bewegt haben müssen, denn er hat ihrer Beantwortung sein Leben gewidmet.
Dick hat 59 Bücher geschrieben, oftmals unter Zeitdruck, da er erst spät erfolgreich war, und vorher lange Zeit sehr arm. Getrieben von Gedanken, die ihren Weg aus einem viel zu engen menschlichen Kopf finden mussten und von einem knurrenden Magen hat er manchmal ganze Nächte durch geschrieben. Um das zu erreichen hat er auf Amphetamine zurückgegriffen, ab und zu aber auch psychodelische Drogen wie z.B. LSD konsumiert. Seinem Geist kam das sicherlich nicht zu Gute, seinen Romanen anscheinend um so mehr. Im Gegensat zu vielen anderen Autoren liest sich seine Lebensgeschichte sehr spannend, fast so spannend wie seine Bücher. Auf www.philipkdick.de gibt es eine kleine Biografie.

>>By roquentin   (Wednesday, 21 Sep 2005 11:09)



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